Schützenfest in Birkefehl

vom 01. - 03. August 2008

SonntagSCH2008_27

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Bericht aus der Siegener Zeitung:

Sven Haschke schoss in Birkefehl den Vogel ab / Tolle Stimmung im Zelt

Aus Merdingen bei Freiburg, aus Hamburg und aus dem tiefen Hessen kam am Samstagabend die Gäste nach Birkefehl, um den neuen Schützenkönig Sven Haschke und Jugendkönigin Laura-Jasmin Beuter zu feiern. Sven Haschke stammt aus einer echten Schützenfamilie. Vater, Mutter, Brüder und Schwester waren schon Regenten der Tell-Schützen aus Birkefehl. Mutter Ursula vor zwei Jahren, Bruder Steffen im Jahr 2002. »So, jetzt sind alle Haschkes durch, jetzt dürfen die anderen auch mal«, scherzte Steffen Haschke über die Treffsicherheit der gesamten Familie.

Allerdings war der Kampf um die Königswürde keine leichte Angelegenheit. Insgesamt acht Bewerber stellten sich dem Wettkampf um die Holzreste auf der Stange. Die hielten dann noch 278 Schuss durch, bis Sven Haschke als neuer König feststand. Schon beim Preisschießen musste der Vogel mächtig leiden. Zuerst sicherte sich Nadine Stöcker die Krone und Sascha Rath das Zepter. Der Reichsapfel ging an Heiko Rath. Die beiden Flügel wurden eine Beute von Ingrid Rath und Monja Doutheil. Den Damenpreis schoss Sandra Schaar, den Preis der ehemaligen Könige Heinz-Rudi Treude.

Die beiden zusätzlich ausgelobten Preise schossen Heiko Rath und Thorsten Haschke. Die Besonderheit am zweiten Preis war, dass die Gäste aus Merdingen, die schon in vorangegangen Jahren immer wieder nach Birkefehl gekommen waren, diesen Preis gestiftet haben. »So etwas haben wir auch noch nicht gehabt, dass die Gäste ihre Preise mitbringen«, meinte der Tell-Vorsitzende Magnus Treude. Die Gäste legten es dafür auf den Gästepreis des Schießvereins an. Mit fünf Leuten beteiligten sich die Merdinger Jungs an dem Wettkampf für die Gäste. Andi Schächtele hatte den meisten Erfolg und bekam den Gästepreis.

Bei der Jugend hießen die Preisträger Nils Saßmannshausen, Frederike Rath und Nick Birkelbach. Die Krone sicherte sich Florian Dreisbach. Das Zepeter ging an Mark-Andre Uebach. Der Reichsapfel wurde eine Beute von Laura-Jasmin Beuter. Die Flügel fielen schließlich an Pascal Griesing und Carolin Dellori. Den Preis bei den Scat-Schützen bekam Hendrik Doutheil. Nach den vielen Ehrungen spielte die Band »Skylights« und sorgte für eine enorme Stimmung bis in die Morgenstunden. Seit Jahren ist das Fest in Birkefehl ein Garant für außergewöhnliche Festatmosphäre.

Mit dazu bei trägt auch immer der Hofstaat des Schützenvereins Birkelbach. Der Ehrenvorsitzende der Tell-Schützen, Karl-Hienz Rath, sagte: »Das muss auch mal erwähnt werden, das die Birkelbacher wirklich viel für uns tun, weil sie die Menschen mitreißen. Ohne solche Gäste kannst du nichts werden.« Die Besucher ließen sich am Samstagabend gerne mitreißen und feierten ein wirklich gelungenes Schützenfest. Die Gäste aus Elsoff hatten noch eine besondere Überraschung im Ärmel. Sie hatten den Tell-Schützen einen Schmuckvogel mitgebracht, der mehr oder weniger über Nacht geschnitzt worden war. Das prächtige Tier wird einen schönen Platz im Vereinsheim finden, sagte der Vorsitzende Magnus Treude.

Am Donnerstag, den 31. Juli, begann der feierliche Akt des Schützenfestes. Nach dem Ehrenpfortewickeln und -aufstellen, gesellten sich alle Helfer zu einem stimmungsvollen Abend zusammen.

Am Freitag viel dann der Startschuss für die Jüngsten im Verein. An der vereinseigenen Simulationsanlage zum Sportschießen konnten die unter 12 Jährigen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Preisträger wurde Hendrik Doutheil.

Der Samstag war bei bestem Wetter super verlaufen. Die Preisträger mit Schützenkönig Sven Haschke können im Bericht der Siegener Zeitung nachgelesen werden.

Im Festzug am Sonntag marschierten hinter dem Tambourcorps des TuS Erndtebrück der Schützenverein aus Benfe, die örtlichen Vereine sowie die Tell-Schützen. Im Anschließenden Frühschoppenkonzert im Festzelt stellten das Tambourcorps Erndtebrück nochmal sein können unter Beweis. Danach spielte wieder die Unterhaltungskapelle Sky Light zum Tanz auf. Mit allen Festgästen wurde wieder kräftig bis in die Abendstunden gefeiert.

Das Festwochenende verging wieder viel zu schnell. Der Montag Morgen war herein gebrochen. Nun galt es den Festplatz wieder aufzuräumen und zu säubern. Mit vielen fleißigen Händen war dies trotz einiger Regenschauer bereits zur Mittagszeit beendet. Anschließend wurden noch einige gemütliche Stunden auf dem Dorfplatz bei gutem Wetter verbracht. Mit Wurst und Steaks, sowie in den Abendstunden Kurts-Bratkartoffel, wurden alle super verköstigt. Die Frauen trafen sich am Nachmittag ebenfalls zum Kaffe und Kuchen im Vereinsheim ein. Den Titel Sackkönig, der alljährlich am Montag ausgeschossen wird, kann Hartmut Stremmel für ein Jahr tragen.

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