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50. Jubil├Ąum

01. - 03. August 2014

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Sch├╝tzenfest 14 301

Der Bericht aus der Siegener Zeitung

Ein K├Ânig ÔÇ×hei├č wie Frittenfett“

Andre Braun zeigte sich absolut treffsicher: ÔÇ×Ich habe eine enge Beziehung zu den Menschen und es ist mir eine Ehre, hier Sch├╝tzenk├Ânig zu sein.“

ÔÇ×Er war hei├č wie Frittenfett“, verriet Sven Haschke, Gesch├Ąftsf├╝hrer des Schie├čvereins ÔÇ×Tell“ Birkefehl. Er, das ist der K├Ânig des Jubeljahres und der hei├čt Andre Braun. Der 37-j├Ąhrige aktive S├Ąnger und Chorleiter reckte um 18.26 Uhr die Arme in die Luft und die abfallende Spannung war ihm deutlich anzusehen.

Vorangegangen war ein spannendes Vogelschie├čen, in dem Andre Braun schon einmal wie der sichere Sieger aussah. Schuss f├╝r Schuss k├Ąmpften sich die f├╝nf K├Ânigsbewerber mit dem Luftgewehr durch das Holz, trennten Span f├╝r Span ab. Dann brach die obere H├Ąlfte des Rumpfes herunter und Braun jubelte. Sofort danach der Schreck, die untere H├Ąlfte blieb noch an der Stange. Der Wettbewerb ging weiter, noch bis zum 186. Schuss. ÔÇ×Zum Jubil├Ąum darf es auch mal l├Ąnger dauern“, sagte der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende K├Ânig und neue Birkefehler Sch├╝tzenkaiser, Bernd Grebe (die Siegener Zeitung berichtete aktuell).

ÔÇ×Es h├Ątte da aber auch gerne zu Ende sein k├Ânnen“, kommentierte Andre Braun nach der Kr├Ânung. Im Gespr├Ąch mit der heimischen Presse kam die Frage auf, wie sehr man sich unter Druck setze, wenn man schon so nah an der K├Ânigsw├╝rde sei. Diesen Druck aber versp├╝rte Andre Braun ganz offensichtlich nicht. ÔÇ×Ich habe es jedem von uns f├╝nf geg├Ânnt. Es waren super Mitbewerber und die Atmosph├Ąre war toll“, so Andre Braun. Aber er gab auch zu: ÔÇ×Nat├╝rlich ist der Adrenalinspiegel sehr, sehr hoch.“

Der K├Ânig des Jubeljahres kommt nicht aus Birkefehl und wohnt auch nicht im Dorf – aber das ist alles kein Problem f├╝r die Tell-Sch├╝tzen. Andre Braun singt im MGV ÔÇ×Sangeslust“ und f├╝hlt sich den Menschen in Birkefehl verbunden: ÔÇ×Ich habe eine enge Beziehung zu den Menschen und es ist mir eine Ehre, hier Sch├╝tzenk├Ânig zu sein.“ Solche Aussagen h├Ârt man bei ÔÇ×Tell“ Birkefehl nat├╝rlich gern. Der neue K├Ânig habe die besten Wirkungstreffer gesetzt und sei sicher auch ganz zu Recht K├Ânig geworden, lobte Sven Haschke und der neue Sch├╝tzenkaiser, Bernd Grebe nickte zustimmend. Der K├Ânig sah es etwas bescheidener. ÔÇ×Ich hatte eben das Qu├Ąntchen Gl├╝ck.“

Nach diesen offiziellen Terminen konnte es dann endlich ans Feiern gehen. Und das taten die Birkefehler und ihre G├Ąste ausgiebig. Sechs Gastvereine sorgten f├╝r Stimmung und viele G├Ąste aus ganz Wittgenstein und dar├╝ber hinaus f├╝r eine au├čergew├Âhnliche Sch├╝tzenfest-Atmosph├Ąre. Das dass Sch├╝tzenfest in Birkefehl eine besondere Anziehungskraft besitzt, ist in Wittgenstein nichts Neues. Doch am Samstag staunten auch die Gastgeber. Allein der Sch├╝tzenverein Benfe kam mit fast 70 Personen.

ÔÇ×Das ist doch einfach Spitze“, sagte Magnus Treude, der Vorsitzende der ÔÇ×Tell“-Sch├╝tzen. Mit einem breiten Grinsen konnte man Andre Braun den ganzen Samstagabend und am gestrigen Sonntag erleben. Als der Festzug mit vielen Gastvereinen am gestrigen Sonntag um 11 Uhr auch zu seinen Ehren antrat, hie├č es f├╝r den Sch├╝tzenk├Ânig rund eine Stunde lang, dem Sch├╝tzenvolk zuzuwinken. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch einen langen Tag vor sich. Der Besucherzustrom zum Festzug war dem 50-j├Ąhrigen Vereinsbestehen mehr als angemessen.

Dicht gestaffelt standen die Besucher an der Birkefehler Hauptstra├če und feierten den Verein und seine Mitglieder. Zu feiern gab es aber nicht nur Andre Braun als Sch├╝tzenk├Ânig und Bernd Grebe als Kaiser, sondern noch mehr Regenten und Preistr├Ąger.

Sch├╝tzenfest 14 303

Dazu z├Ąhlen Jette Afflerbach als Sch├╝lerk├Ânigin und Celina Dellorie als Jugendk├Ânigin. W├Ąhrend die Sch├╝ler auf der Scattanlage ihren Regenten ermitteln, legte die Jugend mit dem Luftgewehr an. Die Krone schoss Nele Rath, das Zepter Mathis Rath, den Reichsapfel Celina Dellorie. Der linke Fl├╝gel fiel an Pascal Rosendahl und der rechte Fl├╝gel ging an Anne Rath.

Die weiteren Jugendpreise schossen Celina Dellorie und Adrian Doutheil. Die Preise bei den Sch├╝tzen fielen an Heiko Rath, Stefan Schneider, Martina Haschke (Jedermann-Preis), Sandra Schaar (Damenpreis), Adolf Griesing (G├Ąstepreis) und Sven Haschke (Preis der ehemaligen Sch├╝tzenk├Ânige). Die Krone schoss Heinz-Georg Kroh, das Zepter sicherte sich Holger Sa├čmannshausen und den Reichsapfel Julika Strietzel. Spannend wurde es bei den beiden Fl├╝geln. Zuerst fiel der linke Fl├╝gel an Dirk Rosendahl. Danach ging der rechte Fl├╝gel an Andrea Rath.